TBV unterliegt Magdeburg zum Auftakt des Wartburg Cups
Der TBV Lemgo Lippe ist mit einer 30:35-Niederlage gegen den amtierenden deutschen Meister SC Magdeburg in den Wartburg Cup gestartet. Nach einem 14:20-Rückstand zur Pause zeigte die Mannschaft von Florian Kehrmann im zweiten Durchgang eine engagierte Leistung, musste jedoch eine verdiente Niederlage hinnehmen.
Gegenüber dem Trainingslager musste Florian Kehrmann sein Aufgebot auf den Außenpositionen anpassen. Len Kehrmann fällt nach einer Fingerverletzung, die er sich in Hard zugezogen hat, einige Tage aus. Auch Leve Carstensen steht dem TBV vorerst nicht zur Verfügung. Der Linksaußen knickte am Mittwoch im Training um und muss ebenfalls pausieren.
Für Carstensen rückte Dan Stypinski in den Kader. Der Youngster stammt aus der Jugend der TG Herford und spielt bereits seit der C-Jugend in Lemgo. Nach seinem Sprung aus der A-Jugend in das Drittligateam des THL erhielt Stypinski nun seine Chance im Aufgebot der Profimannschaft. Diese nutzte er mit zwei Treffern, darunter einem sicher verwandelten Siebenmeter in der Schlussminute.
In der Werner-Aßmann-Halle entwickelte sich zunächst ein temporeiches Spiel. Beide Teams suchten schnell den Abschluss, doch der SC Magdeburg setzte sich früh ab. Über 5:2 und 10:5 baute der deutsche Meister seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Dem TBV fehlte es vor allem in der Defensive an Zugriff, während Magdeburg seine Chancen konsequent nutzte.
Auch im Angriff unterliefen den Lemgoern einige einfache Fehler. Der SCM gewann wichtige Zweikämpfe und kam wiederholt zu Durchbrüchen im Zentrum. Bis zur Halbzeit erspielte sich Magdeburg dadurch einen komfortablen Sechs-Tore-Vorsprung.
„Das war heute schon eine schwere Aufgabe. Wir haben am Anfang mit viel Tempo dagegen gehalten, verwerfen dann aber zu viele einfache Bälle und haben in der Abwehr gar keinen Zugriff. Diese Phase hat der SCM genutzt, es immer wieder geschafft Zweikämpfe zu gewinnen und im Zentrum die Durchbrüche zu schaffen“, analysierte TBV-Cheftrainer Florian Kehrmann den ersten Durchgang.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Lemgo deutlich stabiler. Die Mannschaft arbeitete in der Abwehr konzentrierter und ließ sich trotz des Rückstands nicht hängen. Im Angriff übernahm insbesondere Niels Versteijnen Verantwortung und war mit sieben Treffern erfolgreichster TBV-Werfer.
Florian Kehrmann nutzte die Partie, um verschiedene Abwehrformationen und Angriffsvarianten zu testen. Im Angriff agierte der TBV phasenweise mit sieben Feldspielern und stellte Magdeburg damit vor zusätzliche Aufgaben. In der Schlussphase erhielten auf beiden Seiten junge Spieler Einsatzzeiten. Moritz Sundermann und Dan Stypinski sammelten dabei weitere Erfahrungen.
„Wir waren früh hinten dran, haben aber, und das muss man positiv mitnehmen, in der zweiten Halbzeit nie aufgehört und immer wieder dagegen gehalten. Aber gegen eine Spitzenmannschaft muss alles passen und das war dann heute mit den Umständen etwas zu wenig. Aber Magdeburg ist halt auch ein absoluter Topgegner“, zog Kehrmann abschließend Bilanz.
Trotz der Niederlage nimmt der TBV wichtige Erkenntnisse aus dem Duell mit dem deutschen Meister mit. Beim Wartburg Cup steht für die Lemgoer als Nächstes ein Duell mit der SG Flensburg-Handewitt auf dem Programm (Anwurf: 15:30 Uhr).
Foto: Franziska Gora.
