29. September 2026

TBV empfängt am Donnerstag den HC Hamburg

Viertes Heimspiel voraus! Am kommenden Donnerstag, 1. Oktober, empfängt der TBV Lemgo Lippe den HC Hamburg in der Phoenix Contact-Arena. Anwurf der Partie des 6. Spieltags der Opel Handball-Bundesliga ist um 19 Uhr. Die Hanseaten reisen mit neuem Namen, einem deutlich veränderten Kader und dem Rückenwind des ersten Saisonsiegs in die Phoenix Contact-Arena.

Der HC Hamburg hat am vergangenen Sonntag am fünften Spieltag den erhofften Befreiungsschlag geschafft. Beim 37:32-Erfolg gegen die HSG Wetzlar feierte die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen ihren ersten Sieg der noch jungen Saison und tankte neues Selbstvertrauen für die anstehende Aufgabe in Lemgo. Überschattet wird die Stimmung beim HCH allerdings weiterhin vom langfristigen Ausfall von Rückraumspieler Moritz Sauter. Der 23-Jährige zog sich am 6. September beim Auswärtsspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.

Vor der Saison wurde aus dem Handball Sport Verein Hamburg der Handball Club Hamburg. Mit der neuen Bezeichnung möchte der Verein seine Eigenständigkeit innerhalb des Hamburger Sports sichtbar unterstreichen. Sportlich bleibt der Anspruch der Hanseaten unverändert: Nach zwei zehnten Plätzen in den vergangenen Spielzeiten soll sich der Club weiter in der stärksten Liga der Welt etablieren und perspektivisch den Blick wieder weiter nach oben richten.

Tiefer Umbruch im Hamburger Kader

Trainer Torsten Jansen, seit 2017 im Amt, musste im Sommer einen umfassenden personellen Umbruch begleiten. Mit Niklas Weller, Andreas Magaard, Casper Mortensen, Jacob Lassen und Mohamed El-Tayar verließen gleich fünf prägende Akteure den Verein. Der HC Hamburg reagierte mit mehreren Neuzugängen: Am Kreis verstärkte sich der Club unter anderem mit dem Norweger Martin Hovde, Nicolai Daling soll zusätzliche Möglichkeiten im rechten Rückraum eröffnen und Linksaußen Noah Beyer für neue Impulse sorgen. Eine zentrale Figur im Hamburger Spiel bleibt Rückraumspieler Elias Kofler. Der Österreicher wurde vor der Saison zum neuen Kapitän ernannt und soll in der neu zusammengesetzten Mannschaft Verantwortung übernehmen. Darüber hinaus verfügt der HCH u.a. mit Nicolaj Jørgensen und Oliver Norlyk über gefährliche Rückraumschützen.

TBV-Cheftrainer Florian Kehrmann blickt mit Respekt auf den kommenden Gegner, setzt zugleich aber auf eine konzentrierte Heimleistung seiner Mannschaft: „Nach der längeren Pause gegen Erlangen haben wir die Zeit genutzt, um gerade Lenny Rubin weiter einzubinden. Mit Hamburg erwartet uns ein unangenehmer Gegner, der nach dem Sieg gegen Wetzlar wieder Selbstvertrauen getankt hat. Hamburg spielt einen sehr schnellen Ball, greift im Angriff breit an und hat mit Nicolaj Jørgensen und Oliver Norlyk wirklich gefährliche Rückraumschützen in seinen Reihen. Außerdem versucht die Mannschaft immer wieder, über das Tempospiel zu Toren zu kommen. Wir müssen im Angriff sehr geduldig spielen, uns gute Chancen erarbeiten und diese dann konsequent abschließen. Es ist ein Heimspiel, das wir von Beginn an kontrollieren wollen, um aus einer gefestigten Abwehr selbst ins Tempospiel zu kommen. Wie in jedem Bundesligaspiel geht es darum, am Ende ein Tor besser zu sein als Hamburg“, so Kehrmann.

Der Blick auf die jüngsten Bundesliga-Duelle spricht leicht für den TBV: Zwei der vergangenen fünf Begegnungen entschieden die Lipper für sich, zweimal trennten sich beide Mannschaften unentschieden und nur eine Partie ging an die Hamburger. Besonders deutlich fiel der jüngste Heimerfolg aus: Im Februar 2026 setzte sich der TBV in der Phoenix Contact-Arena mit 39:32 gegen die Hanseaten durch. Das letzte Aufeinandertreffen in Hamburg endete mit einem 35:35-Unentschieden.

Geleitet wird die Begegnung am Donnerstagabend vom Schiedsrichtergespann Julian Köppl und Denis Regner. Im Vorverkauf wurden bis Dienstag 4.000 Tickets verkauft. Sitz- und Stehplatzkarten sind weiterhin online und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Tageskasse öffnet um 17:30 Uhr. Dyn überträgt das Duell ab 18:45 Uhr live.

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Foto: Cohen.