5. November 2026

Niels Versteijnen zu Gast bei „Hand aufs Harz“

In der neuen Folge des Podcast der Opel Handball-Bundesliga, „Hand aufs Harz“, ist TBV-Rückraumspieler Niels Versteijnen zu Gast. Unter dem Titel „Der Reiseleiter“ spricht der niederländische Nationalspieler über die aktuelle Stimmung beim TBV Lemgo Lippe, die besonderen Kabinenfeste in Lemgo, seine Entwicklung unter Florian Kehrmann und seinen persönlichen Weg, der ihn schließlich in nach Lippe führte.

Versteijnen war in der vergangenen Saison einer der herausragenden Protagonisten der erfolgreichen TBV-Saison und präsentiert sich auch aktuell wieder in starker Form. Im Podcast erklärt er, warum sich die Mannschaft nach einer durchwachsenen Anfangsphase wieder gefunden hat: „Ich glaube, mein bestes Beispiel ist einfach der Neuzugang Lenny Rubin. Der ist sehr gut aufgenommen worden.“

Kabinenfeste als Teil der TBV-Kultur

Ein besonderes Thema sind die legendären Kabinenfeste in Lemgo. Geburtstagskinder oder Neuzugänge laden die Mannschaft ein, bestellen Essen und sorgen für gemeinsame Abende, die mal länger und mal kürzer gehen. Versteijnen betont, dass diese Rituale zwar nicht das Erfolgsgeheimnis seien, aber sehr viel zum Mannschaftsklima beitrügen.

„Das ist halt das Mannschaftsgefühl, was es in Lemgo gibt. Und natürlich Erfolg hilft auch dabei“, sagt Versteijnen im Podcast. Gerade neue Spieler würden immer wieder berichten, dass es diese besondere Atmosphäre in dieser Form nicht überall in der Bundesliga gebe.

Vom Bauernhof in die große Handball-Welt

Bevor Niels Versteijnen zum Handball fand, wuchs er auf einem Bauernhof in den Niederlanden auf. Sein Vater übernahm das Hobby seines Opas und züchtete gemeinsam mit dem Onkel Rinder. Für Niels und seine Geschwister bedeutete das viel Platz, Freiheit und eine unbeschwerte Kindheit.

Zum Handball kam die Familie eher durch Zufall: Die ältere Schwester begann wegen einer Babysitterin aus einer Handballfamilie mit dem Sport, und bald zogen Niels und sein Zwillingsbruder Arjan nach. „Meine Eltern hatten nichts mit dem Handball zu tun“, erinnert sich Versteijnen. Für seine Mutter war die Wahl dabei auch praktisch: „Sie war froh, dass wir Handball genommen haben, damit sie nicht draußen im Gelände stehen muss, um uns zuzuschauen.“

Handball wurde schnell ein großer Teil seines Lebens, zunächst jedoch ohne den Gedanken an eine Profikarriere. „Für mich war es überhaupt kein Ziel, irgendwie Profi zu werden. Ich hatte einfach meinen Spaß“, sagt Versteijnen im Podcast.

Lemgo war immer im Hinterkopf

Dass Versteijnen heute für den TBV aufläuft, ist für ihn auch eine Geschichte geschlossener Kreise. Bereits als 17-Jähriger absolvierte er ein Probetraining bei der Bundesligamannschaft, entschied sich damals aber für einen Weg über die Flensburger Akademie. Dennoch ließ ihn Lemgo nicht los: „Ich hab immer noch Lemgo sehr im Blick gehabt. Ich hab immer gedacht, ich möchte auch irgendwann nach Lemgo.“

Als sein Berater ihm später die Anfrage von TBV-Trainer Florian Kehrmann übermittelte, war die Entscheidung schnell gefallen: „Das Erste, was ich gesagt hab: Egal was, ich mach’s.“ Eine Woche später unterschrieb Versteijnen seinen Vertrag in Lemgo.

Versteijnen hat seinen Vertrag beim TBV bereits zweimal vorzeitig verlängert und steht nun bis 2028 unter Vertrag. Für ihn spielen dabei nicht nur sportliche Perspektiven eine Rolle, sondern auch die langfristige Planungssicherheit und der Zusammenhalt im Kader.

„Natürlich haben wir eine super Mannschaft zusammen, die auch alle Vertrag haben“, sagt er. „Ich kann mir vorstellen, dass da noch was länger geht mit der Truppe, die wir haben.“ Besonders wichtig ist ihm, dass neben dem Handball auch das Miteinander stimmt: „Das Leben für mich ist auch sehr, sehr wichtig.“

Der Reiseleiter der TBV-Familie

Dass Versteijnen in der Folge den Beinamen „Reiseleiter“ trägt, hat einen guten Grund: Ob Karneval in seiner niederländischen Heimat, Königstag, Wien oder Mallorca, er plant Hotels, Reisen und Ausflüge für seine Teamkollegen und Freunde. Auch Lukas Hutecek bestätigt in einer Sprachnachricht, dass Versteijnen für die gemeinsamen Trips der Mannschaft unverzichtbar ist. „Ich möchte gerne, dass alles so gut geregelt ist“, erklärt Versteijnen lachend. Dabei sind ihm die Freundschaften im und um den Kader besonders wichtig: „Da sind Arbeitskollegen hier wirklich Freunde geworden.“

Die komplette Folge „#158 mit Niels Versteijnen | Der Reiseleiter“ ist ab sofort auf den bekannten Podcast-Kanälen verfügbar.

 

Foto: Weibz Media.