EM-Update: Zwei Lemgoer schaffen Sprung in die Hauptrunde
Bei der Handball-EM 2026 in Dänemark, Norwegen und Schweden haben die sechs Nationalspieler des TBV Lemgo Lippe – Lukas Hutecek und Constantin Möstl (Österreich), Samuel Zehnder und Joel Willecke (Schweiz) sowie Bobby Schagen und Niels Versteijnen (Niederlande) – in der Vorrunde ihr Können auf internationaler Bühne gezeigt. Während die Schweizer mit einem historischen Einzug in die Hauptrunde in Malmö glänzten, verpassten Österreich und die Niederlande trotz starker Momente die nächste Runde.
Österreicher ziehen positives Fazit trotz Ausscheiden
Für die österreichischen Nationalspieler des TBV Lemgo Lippe, Spielmacher Lukas Hutecek und Torhüter Constantin Möstl, endete die Reise bei der EHF Euro 2026 bereits in der harten Vorrundengruppe mit Deutschland, Spanien und Serbien. Österreich beendete die Vorrunde nach Niederlagen gegen Deutschland (27:30) und Spanien (25:30) mit einem knappen, aber verdienten 26:25-Sieg über Serbien auf Platz 3 und erspart sich so die Teilnahme an der WM-Vorqualifikation.
Hutecek war einmal mehr einer der Führungsspieler der Österreicher und trug mit konstanten Leistungen und Toren zum beachtenswerten Abschneiden bei. Gegen Deutschland erzielte er sechs Treffer, gegen Spanien fünf und im Serbien-Spiel zwei. Nach dem Turnier blickte der Lemgoer Handballer positiv zurück: „Dass es am Ende nicht reicht für die Hauptrunde, ist schade und macht uns traurig. Aber ich glaube, die Richtung, in die wir gehen, ist die richtige.“ Torwart Constantin Möstl glänzte besonders beim Sieg gegen Serbien mit 31,4% gehaltenen Bällen (11/35) und wurde zum Player of the Match gekürt. Auch gegen die Spanier hatte Möstl zuvor mit 34,4% Paraden auf sich aufmerksam gemacht. Der Lemgoer Publikumsliebling betonte: „Das Turnier haben wir in den ersten beiden Spielen verloren. Gegen Serbien haben wir eine richtig gute Leistung abgerufen. Ich bin stolz, dass ich ein Teil davon sein darf.“
Zehnder und Willecke gelingt nicht mehr für möglich gehaltener Einzug in die Hauptrunde
Die Schweizer Nationalspieler des TBV Lemgo Lippe, Samuel Zehnder und Joel Willecke, konnten mit der Schweiz einen historischen Einzug in die EM-Hauptrunde in Malmö feiern – erstmals seit 2004. Nach einem 28:28 gegen die Färöer-Inseln, einer 35:38-Niederlage gegen Slowenien und einem dominanten 43:26-Sieg über Montenegro, landete die Schweiz auf Platz 2 der Vorrundengruppe.
In einer dramatischen Vorrunde kämpfte sich die Schweiz trotz Rückschlägen zurück: Beim Unentschieden vor 7.000 lautstarken Zuschauern gegen die Färöer bewiesen Zehnder und Co. große Geduld und Willen. Im zweiten Spiel folgte jedoch ein krasser Stimmungsdämpfer: Trotz 20:14-Pausenführung und eines zwischenzeitlichen 9-Tore-Vorsprungs, verspielten die Schweizer den sicher geglaubten Sieg gegen Slowenien und waren fortan auf Schützenhilfe der Slowenen angewiesen. Nachdem die Schweizer im letzten Vorrunden-Spiel ihre Hausaufgaben mit einem deutlichen Sieg gegen Montenegro erledigt hatten, zogen auch die Slowenen mit und ebneten mit einem Erfolg gegen die Färöer den Weg zum Hauptrunden-Einzug der Schweizer.
Ab dem 23. Januar bestreitet die Schweiz vier Topspiele gegen Ungarn, Island, Kroatien und Schweden – eine Chance, Erfahrung gegen die Elite zu sammeln und die WM-Qualifikation 2027 vorzeitig zu besiegeln.
Versteijnen und Schagen scheitern in Vorrunde
Auch die niederländischen TBV-Spieler Bobby Schagen und Niels Versteijnen mussten mit Oranje das Vorrunden-Aus bei der EM hinnehmen. Trotz kämpferischer Leistungen endeten die Spiele mit 31:36 gegen Gastgeber Schweden und 29:35 gegen Kroatien – Schwedens Parallel-Sieg gegen Georgien besiegelte bereits vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Georgien das Aus.
Gegen Schweden hielt sich die Niederlande rund 25 Minuten auf Augenhöhe, bis eine Rote Karte für Luc Steins das Spiel kippen ließ. Oranje fiel zurück und unterlag trotz Toren von Niels Versteijnen (4) und Bobby Schagen (1) mit 31:36 vor ausverkaufter Kulisse in Malmö.
Im Duell gegen Vize-Weltmeister Kroatien verletzte sich Dani Baijens früh, was die Niederlande lähmte. Nach einer ausgeglichenen Partie (13:15 zur Pause), riss Ivan Martinovic (9 Tore) das Spiel für Kroatien an sich; Oranje glich noch zum 19:19 aus, brach aber in der Schlussphase ein. Das 29:35 bedeutete das definitive EM-Aus, da Schweden parallel gewann. Im letzten Gruppenspiel setzten sich die Niederländer jedoch noch einmal mit 31:26 gegen Georgien durch.
