Page 10 - TBV Lemgo Lippe Starter 2024/25
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Zu Besuch bei Samuel Zehnder
„Ich möchte am Ende
der Karriere behaupten können,
alles dafür gemacht zu haben,
so gut zu werden wie möglich“
Mit Bildern von Matthias Wieking
» Wir haben unseren Linksaußen in seiner Wohnung in Lemgo besucht und mit ihm
unter anderem über seine Anfänge im Handballsport, die Unterstützung durch seine Familie,
seine Interessen abseits des Feldes und seine besondere Beziehung
zu den Handballfans gesprochen.
Mittendrin in der belebten Lemgoer Die handballerischen Anfänge des er trotz seiner jungen Jahre Teil der
Altstadt hat es sich „Sämi“, gemein- treffsicheren Siebenmeterschützen Swiss Handball Academy. „In Schaff
sam mit seiner langjährigen Freundin, gehen jedoch bis ins frühe Kinderalter hausen wurde zu dieser Zeit eine neue
in einer Altbauwohnung gemütlich zurück. „Meine Mutter war bei meinem Halle gebaut und die erste Handball
gemacht. Vom Trubel der Einkaufs- ersten Verein HC Wädenswil U9Trai Aka demie der Schweiz eröffnet. Mein
straße ist im zweiten Stock nichts nerin. Da bin ich schon sehr früh immer älterer Bruder war von Beginn an Teil
mehr zu spüren – entsprechend ent- mitgelaufen und war viel in der Halle. dieser Akademie. Für mich ging es drei
spannt und gut gelaunt öffnete der Ab fünf Jahren war ich dann fest im Monate später dort los, obwohl ich
Schweizer Nationalspieler die Türen Verein“, verrät Sämi. Nach einem Jahr eigentlich noch zu jung war. Ich kann
zu seinem Rückzugsort. In Lemgo lebt beim benachbarten Verein HC Horgen, mich noch daran erinnern, dass der
der heute 24-Jährige seit zwei Jahren ging es für den Lemgoer Linksaußen Zweitjüngste ganze zwei Jahre älter
seinen Traum vom Profisein in der im Alter von zwölf Jahren weiter zu den war als ich. Eigentlich wurden eher die
stärksten Liga der Welt. Kadetten Schaffhausen. Dort wurde Jahrgänge 1994 bis 1997 angenommen,
aber ich durfte bereits dabei sein. In
der Akademie drehte sich alles um
Handball, einige wohnten sogar dort.
Ich hatte jedoch das Glück, dass meine
Familie dorthin umgezogen ist und ich
zuhause wohnen und leben konnte“,
blickt Zehnder zurück und gibt zu: „Die
Schule lief damals manchmal etwas
nebenbei und man war auf sich selbst
gestellt. Heutzutage wird in solchen
Akademien auch die Schule viel mehr
mit in das Konzept eingebunden.“
Sportlich sollte Sämi den Schritt nach
Schaffhausen jedoch nicht bereuen.
Gleich viermal sicherte er sich in der
Jugend den Meistertitel. „Ich hatte das
große Glück in einem wirklich talen
tierten und starken Jahrgang zu spie
len. In der BJugend waren wir ein Jahr
jünger als die anderen, in der AJugend
sogar teilweise zwei. Gerade in der
AJugend waren die Meistertitel echt
überraschend und sind mir natürlich
bis heute als sehr sehr schöne Erinne
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