Page 17 - TBV Lemgo Lippe Starter 2024/25
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       Seine „Freizeit“ nutzt der Lemgoer
       Linksaußen jedoch nicht nur zur Pla­
       nung von Reisen, sondern legt auch
       großen Wert darauf, sich für die Zeit
       nach seiner Karriere möglichst breit
       aufzustellen. Nach einer erfolgreich                                     „Ich möchte am Ende der Karriere be­
       absolvierten Bankausbildung, studiert                                    haupten können, alles dafür gemacht
       er aktuell Betriebsökonomie mit Ver­                                     zu haben, so gut zu werden wie mög­
       tiefungsrichtung Sportmanagement.                                        lich. Dafür werde ich allerdings nicht
       Sport und Studium unter einen Hut zu                                     auf alles verzichten. Ich werde zum
       bekommen, verlangt Sämi dabei viel                                       Beispiel nie meine Ernährung so um­
       Planung ab. „Es ist wichtig vorauszu­                                    stellen, dass ich nichts geiles mehr
       schauen und gut zu planen, wann Zeit   aufzustellen und möchte nicht erst mit   essen kann. Sonst gebe ich aber alles“,
       zum Lernen bleibt und wann es schwie­  30 anfangen mir Gedanken zu machen,   lacht Sämi, der auch an trainingsfrei­
       rig werden könnte. Das Studium soll   was nach dem Sport sein könnte. In   en Tagen ab und zu in der Lemgoer
       für mich aktuell eine Abwechslung für   dem Alter möchte ich vielleicht den   Geschäftsstelle vorbeischaut und sich
       den Kopf sein und mich nicht dauernd   Kopf für andere Themen frei haben, wie   den Schlüssel für den Kraftraum abholt
       stressen – auch wenn das natürlich   beispielsweise Familie, und nicht noch   und zudem für seine Siebenmeter­Ex­
       nicht ganz verhindert werden kann,   abends die Schulbank drücken“, steht   traschichten mit Urh Kastelic bekannt
       dass es auch mal stressig wird. Anstatt   Sämi mit beiden Füßen auf dem Boden.   ist. „Ich trainiere aber auch nicht wie
       der vorgesehenen 30 Creditpoints pro   Das Studium absolviert der Schweizer   ein Irrer. Wenn wir drei Tage frei haben,
       Semester mache ich aktuell nur 20.   größtenteils online an seinem Lenovo­  mache ich auch gerne beispielsweise
       Mehr, da muss ich ehrlich zu mir sein,   Laptop. „Ich brauche kein Apple­Gerät.   einen Städtetrip und bin der festen
       würde ich aktuell nebenbei auch nicht   Für sowas sehe ich es nicht ein, 1.500   Meinung, dass man diese Zeit manch­
       schaffen“, lobt Sämi seine Dozenten,   Euro zu zahlen …“, unterstreicht er seine   mal auch mehr für den Kopf nutzen
       die ihn jederzeit „sehr gut unterstüt­  Einstellung.                     sollte, als für den Körper“, so Sämi.
       zen“. Allgemein beschreibt sich der                                      Seiner Vorbildrolle ist sich der Schwei­
       Schweizer als sicherheits orientiert.   Vorerst möchte Sämi jedoch noch so   zer dabei absolut bewusst. „Das ist
       „Ich versuche mein Geld beisammen­   lange wie möglich Handballprofi blei­  etwas, was das Profisein zwangsläufig
       zuhalten, mich breit für die Zukunft   ben. Dafür investiert er jeden Tag viel.   mit sich bringt. Irgendwo ist sowas
                                                                                auch komisch. Ich spiele ja auch nur
                                                                                Handball. Am meisten spüre ich es
                                                                                bei meinen kleinen Geschwistern, die
                                                                                das alles supercool finden und nun
                                                                                auch davon träumen Handballprofi
                                                                                zu werden.“
                                                                                Großer Beliebtheit erfreut sich Sämi
                                                                                in den Handballhallen jedoch nicht
                                                                                nur bei den Kleinsten, sondern gilt
                                                                                durch die Reihe weg als Liebling der
                                                                                Fans. Bereits in seinem letzten Jahr
                                                                                in der Schweiz wurde er von den Fans
                                                                                zum Publikumsliebling gewählt. „Die
                                                                                Wahl damals habe ich mit 65 Prozent
                                                                                aller Stimmen gewonnen. Dass es so   »
                                                                                deutlich ausgefallen ist war mir etwas

                                                                                                                   15
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