Nichts zu holen in Berlin

Einen Tag nach den Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung gab es für den TBV Lemgo in der Bundeshauptstadt keine Geschenke. Mit 27:37 (11:16) verlor die Mannschaft von Trainer Florian Kehrmann deutlich bei den Füchsen Berlin und belegt damit weiterhin Platz 13 in der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga.

Schon die Startminuten dieser Partie gehörten den Hausherren im heimischen Fuchsbau. Angefeuert von 7.156 Zuschauern konnten die Füchse auf 3:0 durch Tore von Weihrauch, Petersen und Wiede vorlegen. Den ersten Treffer für den TBV Lemgo zum 3:1 konnte Tim Hornke über die halbrechte Rückraumposition erzielen. Den Ton bestimmten jedoch die Berliner. In der 7. Spielminute lag der TBV Lemgo bereits mit 4 Toren zurück (6:2). Immer wieder schafften es die Hausherren die Anspiele an den Kreis durchzubringen, von wo sich Jesper Nielsen als treffsicherer Schütze erwies. Über 8:5 (11.) und 10:5 (15.) konnte sich Berlin in der 17. Spielminute sogar auf 6 Tore absetzen (11:5). Zwei Tore von Anton Månsson brachten den TBV Lemgo jedoch wieder in Schlagdistanz (11:7, 18.). In der 22. Spielminute zog sich Fredrik Petersen den Unmut der Lemgoer Mannschaft zu. Vom Siebenmeterpunkt erwischte er TBV-Torhüter Nils Dresrüsse direkt im Gesicht und wurde dafür von den beiden unparteiischen Robert Schulze und Tobias Tönnies mit der roten Karte bestraft. Die daraus folgende Überzahl konnte der TBV Lemgo jedoch nicht zu seinem Vorteil nutzen. Immer wieder waren es Kreisläufer Jesper Nielsen und der Top-Scorer der Liga Peter Nenadic, die die Füchse weiter in Front warfen. Beim Stand von 16:11 aus Sicht der Füchse ging es für beide Teams in die Halbzeitpause.

Den deutlich besseren Start in die zweiten 30 Minuten hatten einmal mehr die Hausherren. Nach 4 Toren in Folge zum 20:11 zog Trainer Florian Kehrmann bereits nach 3 Minuten die grüne Karte, um seine Mannschaft wachzurütteln. Zunächst schien der Appell auch zu wirken, Erwin Feuchtmann erzielte per Unterarmwurf den 12. Treffer für den TBV Lemgo. Auf der Gegenseite war es dann jedoch wieder der 6-fache Torschütze Jesper Nielsen, der die Treffer 21 und 22 erzielte. Nachdem der TBV Lemgo in der 38. Minute noch einmal 2 Treffer durch Tim Hornke und Marcel Niemeyer erzielen konnte, spielten sich die Füchse fortan in einen regelrechten Rausch. Beim 26:15 in der 43. Minute lag der TBV Lemgo bereits mit 11 Toren im hoffnungslos im Hintertreffen und fand kein adäquates Mittel gegen den Torhunger der Berliner Mannschaft. Im Angriff ließ der TBV Lemgo zu viele Bälle liegen, was die Füchse sofort mit Gegenstoßtreffern bestrafte. Über 30:19 (49.) und 32:21 (52.) lag der TBV Lemgo in der 53. Minute beim 34:21 sogar mit 13 Toren zurück. In den Folgeminuten ließen die Füchse die Zügel etwas schleifen, was der TBV Lemgo mit 4 Toren in Folge noch einmal zur Ergebniskosmetik nutzte. Am Ende stand ein deutliches 37:27 auf der Anzeigetafel in der Max-Schmeling-Halle. 

TBV Lemgo: Dresrüsse, Maier; Månsson (4), Feuchtmann (7), Kogut (2), Hornke (6/1), Rydergård, Stenbäcken (3), Hermann (2), Skroblien, A. Niemeyer (1), Höning (1), Zieker, M. Niemeyer( 1)

Foto: HBL-Datenbank/Füchse Berlin

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