Lemgoer Tugenden im Spiel gegen die Recken gefragt

Am Sonntag, den 1. November 2015 um 18.30 Uhr empfängt der TBV Lemgo die TSV Hannover-Burgdorf in der heimischen Lipperlandhalle.

Die Gäste von der Leine haben nach schlechterem Abschneiden in der letzten Saison für die laufende Spielzeit einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben und sich hierfür u.a. mit Nationalspieler Erik Schmidt am Kreis und Rückkehrer Morten Olsen auf der Spielmacherposition deutlich verstärkt. Aktuell mit ausgeglichenem Punktekonto auf Platz 10 der Tabelle ist dieses Ziel noch nicht ganz erreicht. Ein Grund dafür könnte das Verletzungspech sein, das den Recken nach den vielen Ausfällen in der letzten Saison auch jetzt treu zu bleiben scheint. Gleich vier Stammspieler muss Recken-Trainer Jens Bürkle momentan ersetzen: Morten Olsen und Torge Johannsen mit Knieverletzungen, Erik Schmidt (Oberschenkel) und nun auch noch Linksaußen Lars Lehnhoff, der sich im Abschlusstraining für die DHB-Pokal-Partie gegen Melsungen einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat. Auch der Einsatz von Sven-Sören Christophersen ist fraglich.

Bürkle lässt sich durch diese Hiobsbotschaften nicht aus dem Konzept bringen und baut neben seinen Leistungsträgern wie Ziemer, Häfner, Karason, Patrail und Szücs auf seinen Perspektivkader, der die Ausfälle kompensieren soll. „Wir müssen uns jetzt in den beiden Spielen gegen Melsungen und Lemgo durchschleppen, bevor wir in der Länderspielpause unsere Wunden lecken werden“, verkündete er Anfang der Woche auf der vereinseigenen Homepage und möchte danach wieder an die besseren Leistungen aus den bisherigen Saisonspielen anknüpfen. Gegen die Top-Teams aus Berlin, Melsungen und Hamburg erreichten die Recken jeweils ein Unentschieden, insgesamt waren die Leistungen aber bisher nicht konstant, wie sich auch an der deutlichen Heimniederlage gegen Aufsteiger Leipzig ablesen lässt.

Im Gegensatz zu den Gästen konnte sich der TBV Lemgo mehr als eine Woche auf die Partie am Sonntag vorbereiten. Dafür standen an den ersten Trainingstagen jeweils zwei Einheiten auf dem Programm, zu denen Trainer Florian Kehrmann alle Spieler bis auf die Langzeitverletzten Gustav Rydergård und Tom Skroblien und den an einem Virusinfekt erkrankten Jonathan Stenbäcken um sich versammeln konnte. Ob Stenbäcken am Sonntag ins Spielgeschehen eingreifen kann, hängt vom Genesungsverlauf ab und kann erst kurzfristig entschieden werden.

„Das Spiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf wird für uns ein entscheidendes Spiel, um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten und mit Selbstvertrauen an die nächsten Aufgaben heranzugehen, in denen wir punkten können. Daher ist es jetzt umso wichtiger, ein positives Zeichen zu setzen. Wir müssen in jedem Fall wieder die Tugenden zeigen, die uns in den letzten Spielen geholfen haben, die Punkte in Lemgo zu behalten“, blickt Kehrmann auf das Spiel voraus, für das bisher weit mehr als 3.700 Karten verkauft wurden. Wegen des großen Andrangs an der Abendkasse bei den letzten Heimspielen wird empfohlen, Eintrittskarten möglichst bereits in den Vorverkaufsstellen oder im Ticket-Onlineshop zu erwerben.

Die TBV-Geschäftsstelle ist auch am Samstag von 9.00 bis 13.00 Uhr geöffnet. Die Abendkasse öffnet am Spieltag um 17.00 Uhr.

Das Spiel wird geleitet von den beiden Unparteiischen Christoph Immel und Roland Klein, die Spielaufsicht hat Wolfgang Gremmel.

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