Bittere Niederlage nach schwacher zweiter Halbzeit

Nach einer guten ersten Halbzeit zeigte der TBV Lemgo in der zweiten Halbzeit des Auswärtsspiels beim SC DHfK Leipzig eine schwache Angriffsleistung und musste mit einer 28:25-Niederlage die Heimreise antreten.  

Ohne die verletzten Rolf Hermann und Arjan Haenen startete der TBV Lemgo im Angriff mit Patrick Zieker und Tim Hornke auf den Außenbahnen, Arne Niemeyer, Andrej Kogut und Max Höning im Rückraum, Anton Mansson am Kreis und Jonas Maier im Tor und kam gut in die Partie. Die ersten beiden Treffer gingen auf das Konto der Lemgoer, die in der 9. Minute nach einem Siebenmetertreffer von Hornke zum 2:5 bereits eine Drei-Tore-Führung herausgespielt hatten. Die Gastgeber konnten sich bei ihrem Torwart Milos Putera bedanken, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel, doch auch TBV-Keeper Maier zeigte sich hellwach und hielt einen Siebenmeter von Aivis Jurdzs.

Arne Niemeyer erzielte in der 12. Minute das 3:6, doch Leipzig ließ sich nicht abschütteln und glich innerhalb der nächsten fünf Minuten zum 6:6 aus, nachdem Hornke eine Siebenmeterchance zum möglichen 5:7 ausgelassen hatte. Doch der TBV kämpfte mit einer stabilen Abwehr und im Angriff angeführt vom Spielmacher Andrej Kogut weiter um jeden Ball. Kogut selbst war es dann auch, der mit drei Treffern in Folge die alte Drei-Tore-Führung wieder herstellte, bevor sich das Geschehen der ersten Viertelstunde wiederholte und Leipzig erneut zum 9:9 ausgleichen konnte, auch wenn TBV-Keeper Jonas Maier sogar noch zwei Würfe parierte. In der Folge konnte sich keine der beiden Mannschaften mehr entscheidend absetzen, Lemgo legte immer wieder einen Treffer vor, obwohl Jonathan Stenbäcken mit zwei Pfostentreffern auch noch Wurfpech hatte. Die Leipziger glichen immer wieder aus und gingen beim 12:11 durch Lukas Krzikalla in der 27. Minute erstmalig in Führung. Ein Treffer vom zwischenzeitlich eingewechselten Marcel Niemeyer und ein Tempogegenstoß von Patrick Zieker stellten den Halbzeitstand von 13:13 her.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es dann die Gastgeber, die immer wieder vorlegten, zunächst durch einen Treffer vom Punkt durch Linksaußen Marvin Sommer und dann durch drei Treffer in Folge von Christoph Steinert, dem ehemaligen Mannschaftskollegen von Arne Niemeyer, der den TBV gemeinsam mit Kogut und Höning in Schlagdistanz hielt. Nach dem zweiten verworfenen Siebenmeter von Hornke sah sich TBV-Trainer Florian Kehrmann in der 40. Minute gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und sein Team nach dieser Schwächephase neu einzustellen. Doch diese Maßnahme zeigte nicht die erhoffte Wirkung. Leipzigs Keeper Putera blieb mehrfach Sieger gegen Lemgoer Würfe, das Überzahlspiel funktionierte nicht gut und im Angriff fehlten die Ideen.

Angetrieben von 3.848 Zuschauern konnten die Leipziger ihren Vorsprung mehrfach auf drei Tore ausbauen, zum ersten Mal bereits zum 19:16 in der 43. Minute. Da es dem Lemgoer Angriff weiter nicht gelang, die richtigen Mittel zu finden, Pässe keinen Abnehmer fanden oder Würfe in den Armen von Putera landeten, blieb es beim Vorsprung der Leipziger. Am Rückstand konnten auch die guten Lemgoer Keeper und der zwischenzeitlich eingewechselte Dresrüsse nichts ändern. Der TBV kam zwar immer noch einmal auf zwei Treffer heran, doch der in der Schlusssekunde über das Tor geworfene Siebenmeter von Patrick Zieker war wohl symptomatisch für das Lemgoer Angriffsspiel am heutigen Tag. Der TBV Lemgo belegt damit nach Ende des 6. Spieltages der DKB Handball-Bundesliga Tabellenplatz 14.

Trainer Florian Kehrmann musste nach dem Spiel eingestehen: „Um einen Auswärtssieg einzufahren, muss man immer zwei, drei Tore besser sein als in einem Heimspiel. Das war bei uns heute nicht der Fall. Wenn man an Kleinigkeiten scheitert, dann ist jedes Tor entscheidend, doch unsere Leistung war heute einfach nicht ausreichend. Daher ist der Sieg für Leipzig auch verdient.“

Der Leipziger Trainer Christian Prokop war deutlich erleichtert nach dem dritten Heimsieg: „Wir sind nicht gut in die Partie gestartet und haben viele Chancen liegen lassen. Dadurch sind wir früh im Spiel in eine unnötige Drucksituation geraten, doch haben dann auch dank der großartigen Zuschauer zu unserem Spiel gefunden. Ich bin überglücklich, dass unsere Leistung heute mit zwei Punkten belohnt wurde. Nach der Niederlage in Stuttgart wäre eine Niederlage zu Hause gegen Lemgo nicht optimal für die Moral gewesen, daher war dieser Sieg enorm wichtig.“

TBV Lemgo: Maier, Dresrüsse; Månsson (3), Feuchtmann (1), Kogut (7), Ebner, Hornke (2/1), Rydergård, Stenbäcken (2), Skroblien, A. Niemeyer (2), Höning (2), Zieker (4/1), M. Niemeyer (2)

Foto: HBL-Datenbank/SC DHfK Leipzig

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